Der tägliche Schulweg ist für viele Kinder die erste eigenständige Bewegung im öffentlichen Raum. Gerade deswegen ist es besonders wichtig, diese ersten Schritte so sicher wie möglich zu gestalten.
Kinder zählen zu den besonders gefährdeten Verkehrsteilnehmenden. Aufgrund ihrer geringeren Körpergröße, eingeschränkten Wahrnehmungsfähigkeit und ihrer mangelnden Erfahrung können sie Verkehrssituationen oft nicht richtig einschätzen. Trotzdem sind Kinder bei rund 50 Prozent der Unfälle auf dem Schulweg nicht die Verursacher – die Hälfte dieser Unfälle wird von Erwachsenen verursacht. Zu beachten ist, dass der Vertrauensgrundsatz nicht auf Kinder anwendbar ist. Dies verdeutlicht die Verantwortung, die Erwachsene im Straßenverkehr tragen.
Tipps für einen sicheren Schulweg
- Schulweg gemeinsam üben
Vor Schulbeginn sollte der Schulweg gemeinsam mit dem Kind abgegangen werden – idealerweise zu den typischen Zeiten und unter möglichst realen Verkehrsbedingungen. Am besten den sichersten – das ist nicht immer der kürzeste – Weg wählen.
- Kinder beteiligen und bestärken
Kinder verstehen mehr, wenn man die gegebenen Ratschläge gut begründet und inkorrektes Verhalten konstruktiv verbessert.
- Sichtbarkeit schafft Sicherheit
Besonders im Herbst und im Winter ist gut sichtbare Kleidung entscheidend. Reflektoren an Jacke, Tasche und Schuhen verbessern die Erkennbarkeit deutlich.
- Das „Elterntaxi“ vermeiden
Bringen viele Eltern ihre Kinder mit dem Auto direkt zur Schule, entsteht schnell ein unübersichtliches gefährliches Verkehrschaos. Besser ist es, Kinder zu Fuß gehen zu lassen oder sie in sicherer Entfernung abzusetzen.
- Vorbildfunktion erfüllen und Geduld haben
Kinder lernen durch Beobachtung. Eltern und Erwachsene sollten sich selbst konsequent an Verkehrsregeln halten, um Kindern aktiv zu zeigen, wie sie sich richtig im Straßenverkehr verhalten.