Auch bei gut ausgebildeten Einsatzkräften und moderner Ausrüstung gibt es Situationen, die eine Feuerwehr nicht alleine bewältigen kann. Umso wichtiger ist die reibungslose Zusammenarbeit mit den Nachbarwehren. Wie gut dieses Zusammenspiel funktioniert, wurde am 27. April bei einer gemeinsamen Übung mit der Feuerwehr Hainfeld auf der Bergsiedlung eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Als Übungsszenario wurde ein Brand in einem Einfamilienhaus während eines Kindergeburtstages angenommen. Insgesamt 12 Personen – darunter mehrere Kinder und Jugendliche – konnten das Gebäude nicht mehr eigenständig verlassen und mussten von den Einsatzkräften gerettet werden. Das ersteintreffende Hilfeleistungsfahrzeug begann nach der Lageerkundung sofort mit der Menschenrettung unter Atemschutz und leitete parallel die Brandbekämpfung ein. Kurz darauf traf ein weiteres Fahrzeug ein, stellte die Wasserversorgung sicher und unterstützte sowohl bei der Rettung als auch mit einem zusätzlichen Atemschutztrupp. Zeitgleich wurde eine Einsatzleitung aufgebaut sowie ein Sammelplatz für Atemschutzgeräteträger eingerichtet.
Wenig später rückte auch die Feuerwehr Hainfeld mit weiteren Fahrzeugen an und verstärkte die laufenden Rettungs- und Löscharbeiten. Durch das koordinierte Vorgehen konnte bereits rund 20 Minuten nach dem Eintreffen die letzte vermisste Person – in der Übung eine bettlägerige Person im Obergeschoß – sicher ins Freie gebracht werden. Im Anschluss an die Übung fand eine gemeinsame Nachbesprechung statt. Dabei wurde die Zusammenarbeit der eingesetzten Kräfte analysiert, wobei neben vielen positiven Abläufen auch kleinere Verbesserungsmöglichkeiten aufgezeigt wurden.
Insgesamt nahmen 34 Feuerwehrmitglieder mit vier Fahrzeugen an der Übung teil. Die Übung zeigte einmal mehr, wie wichtig regelmäßiges Training und die enge Abstimmung zwischen den Feuerwehren für den Ernstfall sind.
